Krankenkasse bei Nasenkorrektur anfragen

Wenn Patienten eine Nasenkorrektur vornehmen möchten, gilt es vorab zu prüfen, ob die Krankenkasse die anfallenden Kosten ganz oder zumindest teilweise übernimmt und welche Voraussetzungen dazu gegeben sein müssen.

Grundsätzlich ist wichtig zu wissen, dass eine Kostenübernahme aus rein kosmetischen Gründen weder bei einer gesetzlichen noch bei einer privaten Krankenkasse in Frage kommen dürfte. Aus diesem Grund muss eine medizinische Notwendigkeit vorliegen, um überhaupt eine Übernahme der Kosten zu ermöglichen. In jedem Fall wird jede Kasse ein Gutachten vom Chirurgen einfordern, mit der die medizinische Notwendigkeit zu begründen ist.

Unter Umständen ist eine private Krankenkasse hinsichtlich der Übernahme der Kosten etwas kulanter als eine gesetzliche Krankenkasse wie zum Beispiel die AOK. Das entbindet den Patienten allerdings nicht von der Vorlage des medizinischen Gutachtens, um die Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit der Operation zu belegen.

Welchen Anteil der Kosten einer Nasenkorrektur die Krankenkasse übernimmt, hängt also immer von einer Prüfung der individuellen medizinischen Umstände des Patienten und den Tarifleistungen der Krankenkasse ab. Dies sollte der Patient vor der Durchführung der Operation prüfen und sich von seiner Krankenkasse schriftlich bestätigen lassen.

Allerdings lohnt sich diese Mühe durchaus, denn die Kosten für eine Nasen Op können schnell bei mehreren Tausend Euro liegen. Wenn es möglich ist, zumindest eine teilweise Kostenerstattung durch die Kasse zu erwirken, entsteht dem Patienten dadurch ein nicht unerheblicher finanzieller Vorteil, der den Aufwand wert sein dürfte. So kann zum Beispiel eine kosmetische Maßnahme mit einer medizinisch (funktionell) notwendigen kombiniert werden, wodurch sich der Kostenanteil der kosmetischen Veränderung – die selbst bezahlt werden muss – in einem überschaubaren Rahmen hält. Eine individuelle Prüfung ist also in jedem Fall ratsam.